
Hallo Mirko, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für ein Interview mit uns nimmst ! Vielleicht möchetst Du uns ganz zu Beginn Euer Startup asvin kurz vorstellen ?
asvin kümmert sich um eine verbesserte Cybersicherheit im Internet der Dinge. Wir sorgen dafür, dass Software in vernetzen Endgeräten sicher verteilt wird, diese up to date bleiben und Sicherheitslücken schnell und sicher geschlossen werden. Damit können smarte Geräte sicher betrieben werden und insbesondere Unternehmen sind vor Angriffen auf ihre smarte Infrastruktur besser geschützt.

Welches Problem wollt Ihr mit asvin lösen ?
Eine Vielzahl der Endgeräte im Internet der Dinge wird mit veralteter oder unsicherer Software betrieben. Dadurch entstehen für Hersteller und Betreiber erhebliche Sicherheitsrisiken durch Hackerangriffe. Mit asvin unterstützen wir Unternehmen bei der sicheren Verteilung von Software-Updates im Internet der Dinge. Zudem stellen wir sicher, dass eine Software nicht manipuliert wurde: von der Kompilierung, Verteilung bis zum Betrieb auf dem smarten Endgerät. Unsere Lösung ist insbesondere für die Industrie interessant, wenn es darum geht, teure vernetze Anlagen, Produkten oder Fahrzeuge vor Cyberangriffen zu schützen. Zudem wird der Gesetzgeber mit neuen Richtlinien zukünftig Hersteller zur Einhaltung höherer Sicherheitsstandards drängen. Die Versorgung von vernetzten Geräten mit Software-Updates und Software-Patches ist dabei eine zentrale Forderung. Mit unserer Lösung können Hersteller diese neuen gesetzlichen Anforderungen erfüllen.
Wie ist die Idee zu asvin entstanden ?
Wir beschäftigen uns als Team schon sehr lange mit dem Internet der Dinge und haben Unternehmen bei der Entwicklung von vernetzen Produkten unterstützt. Daher kannten wir die Problematik der mangelhaften Versorgung von smarten Geräten mit Updates und Sicherheits-Patches. So entstand die Idee eine „out of the box“-Lösung für Unternehmen zu bauen, die smarte Produkte entwickeln und anbieten. Damit entstand die Grundidee für unser Start-up. Der Name asvin hat übrigens eine besondere Bedeutung:
„A‘svin“ ist der Name eines Götterpaares aus der indischen Mythologie. Die A’svin Zwillingen sind Heiler der Götter. Das ist sehr passend, denn mit asvin „heilen“ wir „defekte“ und „unsichere“ Produkte im Internet der Dinge.
Wie würdest Du Deiner Großmutter asvin erklären ?
Wir sorgen dafür, dass Einbrecher keine Chance haben, weil offene Türen und Fenster in smarten Endgeräten verschlossen werden.
Hat sich Euer Konzept seit dem Start irgendwie verändert ?
Wir hatten uns initial sehr stark auf den Konsumgüterbereich ausgerichtet, aber vorwiegend Kundenanfragen aus der Industrie erhalten. Daher fokussieren wir uns auf industrielle Lösungen zum Beispiel in der Industrie 4.0. Den Bereich Konsumgüter behalten wir aber im Auge, und asvin ist hierfür nach wie vor ebenfalls eine gute Lösung.
Wie funktioniert Euer Geschäftsmodell ?
Wir sind wie ein Paketdienst. Nur dass wir Software ausliefern und dafür sorgen, dass diese zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Gerät eingespielt wird. Dafür lassen wir uns mit digitalen Briefmarken bezahlen, die unsere Kunden bei uns kaufen.
Wie genau hat sich asvin seit der Gründung entwickelt ?
Wir haben das Glück einer Rückendeckung durch sehr gute Investoren, die an unser Team und Produkt glauben. Diese geben uns neben finanziellen Ressourcen auch ausreichend Zeit, das Produkt zu entwickeln, und verfügen über Netzwerke mit Pilotkunden. Unser Produkt hat sich erfolgreich in Pilotprojekten bewährt und wird nun für einen größeren Kundenkreis verfügbar sein.
Nun aber einmal Butter bei die Fische: Wie groß ist Euer Startup inzwischen ?
Wir bestehen im Frühjahr 2020 aus einem Kernteam in der Geschäftsleitung (CEO, COO, CTO) dazu ein internationales Entwicklerteam. Für den Sommer werden wir unsere Mannschaft mit Vertrieb und Marketing ergänzen.
Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen ?
Natürlich war der Corona-Lockdown ein Einschnitt. Sämtliche Veranstaltungen und Messen für den Produktvertrieb sind ausgefallen. Das erfordert eine erhebliche Umplanung. Da wir stark im Social Media Marketing sind, werden wir die „physischen Veranstaltungen“ gut mit „virtuellen“ Online-Events ersetzen können.
Was habt Ihr daraus gelernt ?
Start-up-Live heißt, flexibel zu sein und mit vorhandenen Ressourcen gut zu haushalten.
Und wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht ?
Wir sprechen mit so vielen Menschen wie es geht über unser Produkt und unsere Ideen. Das hilft, diese stetig zu verbessern. Wir haben ein sehr gutes und engagiertes Netzwerk über einen Beirat. Dessen Rat ist extrem wichtig.
Wie ist Euer Startup finanziert ?
Wir haben als Gründer investiert, Angel Investoren, Start-up BW PreSeed Förderung und weitere Fördermittel. Zudem bekommen wir Erlöse aus unseren Pilotprojekten.
Was sind Eure Pläne und Ziele für die nächsten 12 Monate ?
Es gilt, die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu nutzen. Bei schönem Wetter kann jeder segeln. Wird es stürmisch, ist das Segeln eine Herausforderung, aber man kann auch schneller vorankommen. Sprich: In 12 Monaten haben wir eine ordentliche Anzahl an neuen Kunden, und wir können die nächste Wachstumsphase angehen.
Vielen Dank für das Interview.
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